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Unterstützen Sie Kinoweb. Klicken Sie unseren Sponsor. Winslow BoyProduktionsnotizen"Wer ein Anführer ist, ein großer Mann oder eine große Frau, der sagt nicht: 'Das Ziel rechtfertigt die Mittel.' Ein großer Mensch sagt: 'Ein Ziel existiert nicht. Und obwohl es mich viel kosten mag (so wie es der Hl. Johanna von Orléans das Leben gekostet hat; so wie es X,Y oder Z die Wahl kosten mag; wie es einen Schauspieler um sein Vorsprechen bringen könnte), werde ich ihnen nicht das geben, was sie möchten, wenn nämlich das, was sie möchten, eine Lüge darstellt.'
"Die Kraft zu widerstehen, berührt uns."
Ein junger Marine-Kadett wird beschuldigt, eine Postanweisung
über fünf Shilling gestohlen zu haben. Da sie von der
Unschuld des Jungen überzeugt sind, überredet die Winslow-Familie
den führenden Rechtsanwalt des Landes Sir Robert Morton
(Jeremy Northam), die Verteidigung zu übernehmen. Während
der Fall sich weiterentwickelt, werden viele, lange für
selbstverständlich gehaltene Rechtsauffassungen in Frage
gestellt, und es entwickelt sich ein landesweiter frenetischer
Rummel. Die Familie zahlt für ihr Pochen auf das Recht einen
hohen Preis.
"Das Stück ist ein brillantes Melodrama, und es grenzt
zugleich an eine Tragödie, was sich in dieser Form nur ungemein
schwierig konstruieren läßt. Da ich selbst Dramatiker
bin, bewundere ich Rattigan, und ich habe jahrelang versucht,
"The Winslow Boy" am Broadway auf die Bühne zu
stellen. Aber für eine solche Bühnenproduktion konnte
ich nicht die hochkarätige Besetzung zusammenbekommen, die
mir vorschwebte. Dann kam mir der Gedanke, dass dies für
einen Film einfacher sein könnte. Und dieser Gedanke hat
sich bewahrheitet."
Mamet hat in der Vergangenheit eine ganze Reihe klassicher Stücke für die Bühne eingerichtet, darunter Tschechows "Drei Schwestern", "Der Kirschgarten" und "Onkel Wanja" [die Inszenierung ist in Louis Malles Film Vanya on 42nd Street (Vanja auf der 42. Straße, 1994) zu beobachten].
"Wenn man ein Stück adaptiert, dann könnte man
meinen, die anderen haben vor einem bereits all die Arbeit erledigt",
sagt Mamet. "Aber wenn man sich dann daran macht, merkt
man, dass das nicht stimmt. Die anderen Inszenierungen existieren
mit gutem Recht und aus guten Gründen, aber man muß
Änderungen vornehmen, um das Stück für die Leinwand
zu adaptieren. Dass es dann so gut funktioniert, liegt daran,
dass Rattigan bereits eine grossartige Dramaturgie geliefert
hat."
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